Wertkette

Wettbewerbsvorteile gegenüber der Konkurrenz zu erzielen muss das oberste Ziel eines Wirtschaftsunternehmens sein.
Der Unternehmer/die Unternehmerin muss den Kunden klar machen, warum sein/Ihr angebotenes Produkt oder die Dienstleistung den geforderten Preis „Wert“ ist. Dies ist ein Teil des Marketings im Unternehmen.
Der „Wert“ entsteht aus einer Vielzahl von Einzelschritten vom Einkauf von Ware, Wissen, Informationen, Dienstleistungen etc. bis zum Verkauf an den Kunden, der (hoffentlich) die erhaltene Ware oder Dienstleistung bezahlt.

Beim Modell der Wertkette werden nicht die Kosten aus der Buchhaltung zum obersten Planungsprinzip gemacht sondern die Aktivitäten betrachtet, die für die „Unternehmensleistung“ erbracht werden müssen.
Aktivitäten sind z.B. Beschaffung, Personalwirtschaft, Marketing & Vertrieb, Kundendienst.

Alle diese Aktivitäten im Unternehmen bringen für das Ausgangsprodukt (z.B. eine Idee oder eine Rohware) einen Wertzuwachs durch die entstehenden Kosten (z.B. für Arbeitslohn, Instandhaltung oder Lizenzgebühren).
Im Moment des Verkaufs der Ware/Dienstleistung an den Kunden ist also ein „Wert“ entstanden. Das was der Kunde jetzt noch über diesen „Wert“ hinaus bezahlt ist die Gewinnspanne des Unternehmens.



Mit der Optimierung von einzelnen Aktivitäten lässt sich also ein Wettbewerbsvorteil gegenüber der Konkurrenz erreichen, auch wenn man kein einmaliges Produkt auf den Markt bringt, sondern das gleiche verkauft wie die Wettbewerber. Der Unterschied liegt entweder in der höheren Gewinnspanne oder im niedrigeren Angebotspreis.